| Die Hirschegger Künstlerin Gertraud Müller stellt zur Zeit im Casino in Riezlern ihre Werke aus. Sie gilt als aufstrebende und sehr gefragte Walser Malerin, die sich in immer mehr Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert. Im Casino sind nicht nur die von ihr favorisierten Aquarellmalerein zu sehen, sondern auch für sie neue Acryl-Werke.
Gefragte Künstlerin
1986 stellte Gertraud Müller im Walserhaus in Hirschegg zum ersten Mal öffentlich ihre Werke zur Schau. Es folgten Ausstellungen in Kempten, Ulm, Sonthofen, Immenstadt, Wien und in Innsbruck. Erst im vergangenen Sommer bot das Naturhotel in Hirschegg den passenden Rahmen für ihre Werke und eine Ausstellung in Vaduz schloss sich daran an. Jetzt "schmücken ihre Bilder" unsere Spielräumlichkeiten, zeigte sich Peter Paul Etschmann ein wenig stolz über das Stelldichein der gefragten Künstlerin im Casino.
"Vereinfachen und Verfremden"
"Überwältigt" vom überaus zahlreichen Vernissage-Besuch und "geehrt" vom erstmals im Rahmen einer Ausstellungs-Eröffnung im Casino auftretenden "Männerchor Kleinwalsertal", begrüßte Gertraud Müller die Kunstinteressierten aus Nah und Fern. In ihrer künstlerischen Entwicklung habe sie einen Punkt erreicht, bei dem sie sich in ihren Werken ganz bewusst einer "gekonnten Unordnung" als Gestaltungsmittel bediene. Gertraud Müller: "Das Vereinfachen und Verfremden eines Motivs wirkt oft sehr simpel." Aber gerade "das Abstrahieren bietet bildnerisch viel Interessantes" und der Weg vom "naturalistischen" Darstellen hin zum "Abstrahieren" müsse erst einmal begangen werden. Gerade "das Experimentieren" und dass dieses vom Betrachter erkannt werde sei ihr Bestätigung für ihren "künstlerischen Fortschritt". Im Casino hängen neben den von Gertraud Müller bevorzugten Aquarellen auch Akte und großflächige Acryl-Malereien, die gänzlich neu in ihrem Repertoire sind.
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